Montag, 5. August 2013

Leibnitz und Quantenheilung München

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 Leibniz versuchte diesen Einwand mit einer Analogie zu entkräften. Er erklärte, dass sich Geist und Körper wie zwei parallele Uhren zueinander verhalten. Das Geschehen ist perfekt aufeinander abgestimmt, auch wenn keine kausale Interaktion besteht. Nun kann man aber fragen, warum eine solche Parallelität besteht. Leibniz erklärte, dass dies eine Einrichtung Gottes sei.
Eine verwandte metaphysische Position, der Okkasionalismus, stammt von Nicolas Malebranche.[3] Dem Okkasionalismus zufolge haben Geist und Körper keinen kausalen Einfluss aufeinander. Allerdings werden die Veränderungen von Körper und Geist von Gott registriert, der die entsprechenden geistigen oder körperlichen Prozesse auslöst. Die Kausalität, die scheinbar die geistigen und materiellen Ereignisse verbindet, wird hier einzig darauf zurückgeführt, dass der Mensch wiederholt das Eintreten des einen Ereignisses infolge des anderen Ereignisse beobachtet und daraus den Fehlschluss einer kausalen Verbindung zieht. Dies – so die Theorie – sei aber keinesfalls der Beweis einer Kausalität. Vielmehr ist jedes Ereignis ein diskreter, in sich geschlossener Vorgang; die Welt im Verlaufe der Zeit besteht aus einer Vielzahl immer neuer Welten, von denen jede einzelne neu von Gott ex nihilo – aus dem Nichts heraus – geschaffen wird. Auf diese Weise versuchen Okkasionalisten, das Problem der Geist-Materie-Interaktion zu lösen – es findet keine kausale Interaktion statt, Gott alleine ist die Ursache aller – geistigen wie materiellen – Ereignisse. Der Okkasionalismus wird, wie auch der psychophysische Parallelismus, heute kaum noch vertreten.




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