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Argumente für den Dualismus
Vorstellbarkeitsargumente
René Descartes in einem Portrait vonFrans Hals, 1648
Das klassische Argument für den Dualismus ist von Descartes in den Meditationes de prima philosophia formuliert worden. Descartes argumentierte, dass er sich klar und deutlich vorstellen könne, dass Geist und Körper voneinander getrennt seien. Laut Descartes bedeute die Tatsache, dass dies vorstellbar ist, jedoch auch, dass es prinzipiell möglich ist. Wenn es jedoch auch nur prinzipiell möglich ist, dass der Geist und der Körper getrennt voneinander existieren, so können sie nicht identisch sein. Also muss es einen immateriellen Geist geben. Ein solches Argument muss sich u.a. die Frage gefallen lassen, warum die Vorstellbarkeit des Auseinandertretens von Geist und Körper auch schon dessen Möglichkeit beweisen sollte. Descartes erklärte, dass die Struktur der Welt so sei, dass alles, was man sich klar und deutlich vorstellen könne, von Gott auch entsprechend eingerichtet werden könne, also möglich sei. Allerdings ist nicht klar, ob eine solche Argumentation Erfolg haben kann. Nicht nur, dass sie die Existenz Gottes voraussetzt (vgl. Natürliche Theologie), es ist auch nicht klar, warum ein Theist die Annahme akzeptieren muss, dass Gott alles einrichten könne, was man sich klar und deutlich vorstellen kann.
Trotz dieser Probleme haben Vorstellbarkeitsargumente weiterhin eine gewisse Popularität, auch weil sie durch Saul Kripke auf eine neue Weise formuliert worden sind.[8] Kripkes Ziel ist es, zu zeigen, dass Vorstellbarkeit Möglichkeit impliziert, was Descartes' Argumentation wieder plausibel machen würde. Ein solches Implikationsverhältnis wirkt zunächst unwahrscheinlich, da Verhältnisse vorstellbar scheinen, die nicht möglich sind. So mag es vorstellbar scheinen, dass Wasser und H2O nicht identisch sind. Man kann etwa das Gedankenexperiment entwerfen, dass die frühen Chemiker bei der Untersuchung von Wasser nicht auf H2O sondern eine andere Verbindung XYZ gestoßen sind. Dies scheint das Vorstellen einer Situation zu sein, in der Wasser und H2O nicht identisch sind. Dennoch ist diese Situation offensichtlich nicht möglich, da Wasser und H2O eben identisch sind. Und wenn zwei Phänomene A und B identisch sind, dann kann nie A ohne B oder B ohne A auftreten.
Kripke behauptet nun, dass das Gedankenexperiment gar nicht zur Vorstellung einer Situation führe, in der Wasser nicht H2O ist. Vielmehr stelle man mit dem Gedankenexperiment einen Fall vor, in dem eine Substanz, die die gleichen Makroeigenschaften wie Wasser (flüssig, durchsichtig, geruchlos, bei 100 °C kochend etc.) hat, nicht H2O ist. Diese Substanz sei aber eben kein Wasser, da Wasser mit H2O identisch ist, sondern eine andere, dem Wasser ähnliche, Substanz. Kripke hält dieses Ergebnis für generalisierbar: Immer wenn eine Situation vorstellbar, aber nicht möglich scheint, so kann dieser Eindruck durch eine Analyse der Bezugsrelationen wegerklärt werden. Stimmt Kripkes Diagnose, so gibt es keinen Fall, in dem X vorstellbar aber nicht möglich ist. Wenn es also vorstellbar ist, dass der Geist ohne den Körper auftritt, dann ist dies auch möglich und dann können sie nicht identisch sein. Allerdings sind auch gegen Kripkes Argument Einwände möglich. So kann man etwa bestreiten, dass es überhaupt vorstellbar ist, dass der Geist ohne den Körper auftrete.
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